Eine Woche zwischen Gipfeln, Gondeln und Gemeinschaft –
Unsere Skifreizeit im Hochzillertal 2026
Frühmorgens auf die Piste, abends Handys abgeben: Die Skifreizeit 2026 nach Kaltenbach war mehr als nur Sportunterricht im Schnee. Zwischen Busfahrten, Guter Laune und ersten wackeligen Schwüngen auf Ski entstand eine Woche die vielen noch lange im Gedächtnis blieben wird.
Freitagabend, 27. Februar 2026, 20:15 Uhr.
Auf dem Busparkplatz der Schule rollen die Koffer über den Asphalt, Skihelme baumeln an Rucksäcken und Eltern rufen noch letzte Hinweise hinterher. Während einige Schülerinnen und Schüler müde wirken, liegt bei anderer schon echter Aufregung in der Luft. Ziel der Nachtfahrt: Kaltenbach im Hochzillertal.
Schon vor der Abfahrt war klar, dass wir auf unserer Skifreizeit nicht allein unterwegs sein werden: Auch das Städtische Gymnasium Löhne machte sich zeitgleich auf den Weg ins Hochzillertal und hatte im Bus bereits vor uns Platz genommen. Obwohl beide Schulen in unterschiedlichen Unterkünften wohnten, traf man sich später immer wieder auf den Pisten des Skigebiets.
Nach der langen Nachtfahrt kam die Gruppe schließlich am Jugendgästehaus Münster in Österreich an. Viel Zeit zum Ausruhen blieb allerdings nicht. Erst wurde gemeinsam gefrühstückt, danach ging es direkt weiter zum Skiverleih. Dort warteten Ski, Schuhe, Stöcke und Helme auf ihre neuen Besitzer. Für manche war das Routine, für andere fühlte sich schon das Anprobieren der Skischuhe wie eine kleine sportliche Herausforderung an.
Begleitet wurde die Fahrt von Herrn Homburg und Herrn Diekmeier, die von zwei Studentinnen unterstützt wurden. Gemeinsam sorgten sie dafür, dass auf und neben der Piste alles funktionierte. Die Skifreizeit wird eigentlich ab der achten Klasse angeboten. Weil jedoch noch Plätze frei waren, durften auch interessierte Schülerinnen und Schüler aus den neunten und zehnten Klassen mitfahren.
Schon vor der Fahrt gab es eine wichtige Vorbereitung: Fitness. Die Schülerinnen und Schüler sollten im Voraus Sport treiben, damit die Belastung auf der Piste nicht zu groß wird. Spätestens nach den ersten Stunden im Schnee verstanden alle, warum das nötig war.
Jeden Morgen begann der Tag früh. Im Speisesaal warteten Brötchen, Müsli und müde Gesichter. Danach hieß es: Skikleidung anziehen, Rucksäcke packen und raus in die Kälte. Praktisch war die Skibus-Anbindung direkt vor der Unterkunft. Trotzdem dauerte die Fahrt bis zur Seilbahnstation des Skigebiets Hochzillertal-Kaltenbach ungefähr 30 Minuten.
Im Bus wurde gelacht, Musik gehört oder einfach nur aus dem Fenster auf die Berge geschaut. Sobald die Gondeln sichtbar wurden, war die Müdigkeit bei vielen plötzlich verschwunden.
Oben auf dem Berg warteten breite Pisten, Sonne und manchmal auch der ein oder andere unfreiwillige Sturz. Anfänger kämpften sich vorsichtig den Hang hinunter, Fortgeschrittene zogen bereits sichere Schwünge in den Schnee.
Mittags traf sich die Gruppe im „Mountainview“. Dort gab es Essen mit Aussicht – und zwar direkt auf die Berge des Zillertals. Viele nutzten die Pause, um kurz durchzuatmen und etwas zu Essen, bevor es wieder auf die Ski ging.
Zwischendurch wurden außerdem Trink- und Snackpausen eingelegt. Dafür hatten alle morgens ihre Rucksäcke an einem festgelegten Ort abgelegt. So entstand mitten im Skigebiet eine Art kleiner Treffpunkt, an dem man etwas trinken oder einfach kurz über die letzten Abfahrten sprechen konnte.
Durch die Vollpension musste niemand hungrig bleiben. Vor jedem Abendessen gab es zunächst eine Suppe, danach wechselnde Hauptgerichte.
Und dann war da noch die Sache mit den Smartphones. Zwar durften sie mitgenommen werden, doch am Abend mussten alle ihre Handys abgeben. Anfangs sorgte das bei einigen für Protest, später hatten sich alle damit abgefunden.
Nach einer Woche voller Schnee, Muskelkater und Busfahrten hieß es schließlich Abschied nehmen. Am 7. März kam die Gruppe gegen 19 Uhr wieder müde zuhause an.
Am Ende blieb nicht nur das Skifahren in Erinnerung. Es waren die kleinen Momente dazwischen: Die erste erfolgreiche Abfahrt ohne Sturz oder die Erkenntnis, dass Abende ohne Handy manchmal gar nicht so schlecht sind.
Artikel von Tamo Vogler