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GRS

Im Schuljahr 2017/18 wird die Homepage-AG ein Magazin erstellen. Allerdings benötigen wir noch etwas Zeit. Bis dahin veröffentlichen wir einige lesenswerte Beiträge.


Das aktuelle Interview des Monats

Interview des Monats

Im Interview des Monats stellen Christian und Robin unseren Lehrer H. Spielmans vor.


Könnten Sie den Lesern, die Sie noch nicht kennen, etwas über sich erzählen?

Mein Name ist Tim Spielmans, ich bin mittlerweile seit 4 Jahren hier an der Goethe-Realschule, unterrichte Deutsch, Geschichte und Praktische Philosophie und bin Klassenlehrer der 9b.

Was war denn früher Ihr Lieblingsfach in der Schulzeit?

Geschichte habe ich immer gemocht, Philosophie ab der Oberstufe, vorher hatte ich das noch gar nicht, und Kunst habe ich immer sehr gerne gemacht.

Haben Sie früher auch an anderen Schulen unterrichtet?

Ich habe meine Ausbildung an der Realschule in Anröchte gemacht. Danach bin ich hier an diese Schule gekommen.

Gab es in Ihrer Schulzeit einen Lehrer/ eine Lehrerin, die Einfluss auf Ihr Leben hatte?

Mein Deutsch- und Geschichtslehrer in der Oberstufe, mit dem bin ich immer sehr gut ausgekommen, weil man mit ihm hervorragend streiten konnte. Also das waren immer unfassbar witzige Diskussionen, ich glaube, das haben wir beide so ein bisschen genossen.

Worüber haben Sie beide meistens diskutiert?

Über die Unterrichtsinhalte und eventuell verschiedene Ansichten darüber, aber wir sind uns grundsätzlich stets einig geworden.

Was haben Sie für persönliche Hobbys?

Ich treffe mich gern mit Freunden, ich bin ein großer Fan von Brettspielen, ich male gern, höre gern Musik, gehe gern ins Kino und gucke ansonsten auch gern Filme. Hin und wieder, wenn ich die Zeit dazu finde, bin ich auch immer noch mit Fuß- oder Basketball aktiv, aber eben nicht im Verein, sondern so aus Lust und Laune.

Haben Sie mal in Verein gespielt?

Ja, Fußball beim SV Enger/Westerenger. Allerdings nur bis zu C-Jugend glaube ich, und danach habe ich festgestellt, dass mir das Spielen an sich viel mehr Spaß macht als das Training. Und dann ging es eigentlich oft nur noch mit Freunden auf den Fußballplatz.

Hatten Sie eigentlich einen anderen Traumberuf, als Lehrer zu werden?

Da muss ich ehrlich sagen, das kam bei mir auch ganz spät. Ich wusste sehr lange nicht, was ich denn überhaupt machen will und bin irgendwie immer mitgeschwommen. Da ich eh auf dem Gymnasium war, war das relativ einfach, weil man sich dort keine Sorgen machen muss, was man nach der Klasse 10 machen soll, denn man macht danach die 11. Klasse. Dann stellte sich die Frage, ob ich nach dem Abitur entweder Wehr - oder Zivilpflicht mache. In diesem Jahr hatte ich also noch ein bisschen Zeit zum Überlegen. Und danach habe ich entschieden, Lehramt zu studieren.

Sie sagten, Sie seien vorher noch an einer anderen Schule gewesen. Wie sind Sie dann zu unserer Schule gekommen?

An dieser Schule bin ich zunächst als Vertretungslehrer gelandet, weil hier Lehrer aufgrund von Ausfällen gesucht wurden. In dieser Vertretungszeit hatte ich das große Glück, dass eine Stelle ausgeschrieben wurde, auf die ich mich bewerben konnte. Ich habe diese Stelle bekommen und seitdem bin ich noch glücklicher und zufriedener, weil ich hier eben festangestellt bin und nicht mehr weg muss.

Was gefällt ihnen am meisten an dieser Schule?

Das sind unheimlich viele Dinge. Also erst einmal finde ich es toll, dass es so eine kleine Schule ist. Wir haben eine sehr überschaubare Schülerschaft, hier kennt sich eigentlich fast jeder. In so einem kleinem System geht keiner verloren, denn es kennt eigentlich fast jeder Schüler jeden Lehrer und genauso andersherum. Da ich in Philosophie unterwegs bin, unterrichte ich natürlich sehr viele Schüler, das finde ich eine tolle Sache. Dann haben wir hier ein unheimlich tolles Kollegium, alle sind sehr nett und hilfsbereit. Das Lehrerraum-Prinzip ist aus meiner Sicht natürlich ideal. Natürlich ist das für euch eventuell ein bisschen anstrengender, da ihr ein wenig mehr schleppen und durch die Schule laufen müsst. Ich muss dies nicht mehr, was ich extrem Klasse finde, ebenso wie das Stundenraster mit den 67,5 Minuten. Ich glaube, in den ersten 2 Wochen an dieser Schule musste ich mich ein bisschen daran gewöhnen, weil ich immer noch diesen 45 Minuten Rhythmus im Hinterkopf hatte, aber das hab ich ganz schnell auch lieben gelernt, weil es so viele Vorteile bietet. Man hat mehr Ruhe im Unterricht, kriegt trotzdem mehr durch, also das hat eigentlich nur Vorteile und das begeistert mich immer wieder.

Würden Sie was an der Schule ändern, wenn Sie könnten?

Ich würde sie noch farbenfroher gestalten, noch mehr Bilder anbringen. Das fände ich schön, aber ansonsten fällt mir spontan nichts ein.

Was halten sie davon, dass in Zukunft der Unterricht „digitalisierter“ sein soll?

Grundlegend sperre ich mich nicht gegen diese Idee, allerdings muss es auch sinnvoll sein und es kann keine Lösung sein, für irgendwelche Probleme jetzt einfach Schülern Tablets in die Hand zu drücken und dann zu sagen, seht zu, wie ihr klarkommt. Da muss ein ordentliches Konzept hinter stehen, da müssen auch Materialien für vorhanden sein und es muss ein sinngemäßer Einsatz stattfinden. Solange da kein ordentliches Konzept existiert, finde ich solche Anschaffungen im Endeffekt übertrieben und sehe dies als Geldverschwendung an. Es gibt bestimmt Möglichkeiten für die Zukunft, aber da muss man sich noch mehr mit beschäftigen.


Schule ohne Rassismus

Herrn Spielmans und Herrn Klan, zwei Lehrer an der GRS, leiten das Projekt Schule ohne Rassismus. Luisa und Erik befragten sie zu den Inhalten und Zielen.

Wie sind Sie darauf gekommen, das Projekt zu starten?

Dieses Projekt gibt es schon seit Mitte der 90er. Wir gehörten zu den wenigen Schulen im Kreis Herford, die noch nicht Mitglied waren.

Was ist Schule ohne Rassismus genau?

Das ist ein Projekt, bei dem es darum geht, Ungerechtigkeit an Schulen zu verhindern, und zwar in allen möglichen Formen. Das Projekt heißt Schule ohne Rassismus, weil Rassismus zur Entstehungszeit des Projektes ein großes Problem in Schulen in ganz Deutschland war. Mittlerweile wendet es sich auch gegen andere Formen von Diskriminierung z.B. gegenüber Behinderten, Frauen, Homosexuellen und so weiter.

War es schwierig, das Projekt umzusetzen?

Wir sind noch dabei, aber es ist schwierig, da man auf dem Weg viel zu tun hat. Wir haben aber die Unterstützung vom Großteil der Schüler und Lehrer.

Was ist Ihre Zielsetzung?

Im Grunde möchten wir verhindern, dass an dieser Schule jemand ungerecht behandelt oder gemobbt wird auf Grund seines Glauben, seiner Herkunft, seines Aussehens usw.

Fällt Ihnen öfters Rassismus an dieser Schule auf?

Wir glauben, dass an dieser Schule Rassismus nicht vorkommt und möchten mit dem Projekt erreichen, dass das auch so bleibt.

Zu was verpflichtet sich die Schule?

Die Schule verpflichtet sich dazu, nicht wegzusehen, sondern Probleme zu lösen, wenn sie sie entdecken.

Sie haben ja die Unterschriften der Schüler gesammelt. Konnten Sie diese schon nutzen?

Die Unterschriften brauchten wir, um Mitglied dieses Projektes zu werden. Man darf nur teilnehmen, wenn 70% der Schüler und Lehrer unterschrieben haben. Diese Zahl haben wir bei weitem erreicht.

Wie gehen Sie mit diesem Thema im Unterricht um?

Ganz normal, indem man Dinge erklärt. Wir unterrichten beide Geschichte, Religion und Philosophie und damit ist Rassismus ein Thema, das immer wieder im Unterricht vorkommt. Wissen, Bildung und Aufklärung helfen am besten, bei diesem Thema.



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